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GODZILLA. Eine der ungewöhnlichsten und meistdiskutierten Sorten aus Deutschland. Hochwachsend und kräftig, mit kartoffelblättrigem oder intermediärem Laub, bildet sie dichte, starke Pflanzen von etwa 1,5 m Höhe. Schon das Erscheinungsbild zeigt — eine Sorte mit Charakter. Die Früchte sind leuchtend rot, „super-rot“, in Form und Größe variabel. Der Geschmack ist klassisch tomatig — reich, fleischig, mit ausgewogener Süße und leichter Säure. Das Fruchtfleisch ist dicht und aromatisch, geeignet für Frischverzehr und Verarbeitung. Die Hauptbesonderheit ist die Fasziation, die hier genetisch vererbt wird.
Die Pflanzen bilden verwachsene, flache, bandartige Stängel, und die Früchte können als große, zusammengewachsene Trauben erscheinen. Im Gegensatz zur zufälligen Fasziation ist diese Eigenschaft stabil vererbbar. Zunächst wachsen die Pflanzen normal, doch zur Blütezeit beginnen sich die Stängel zu verändern und bilden verdickte, verwachsene Strukturen.
Zusätzlich können sich an der Basis viele neue Triebe entwickeln, was den Busch noch kräftiger und ungewöhnlicher macht. Die Sorte beeindruckt durch exotisches Aussehen und stabile Erträge. Historisch wurden solche Trauben-Tomaten auf Reisen geschätzt, da man Früchte einzeln ernten konnte. Godzilla ist eine Sorte für Sammler — ungewöhnlich, auffällig und mit starkem „Wow“-Effekt.